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Proxmox Backup Server PBS - SMB Cifs Windows Freigabe als Backupziel einbinden

Aus znilwiki

Changelog:

  • 16.05.2025

Vorwort

Nachfolgend beschreibe ich wie man in den Proxmox Backup Server PBS mit Version 3.4.1 eine Freigabe eines Windows Server 2025 als Backupziel einbindet.


Benutzer unter Windows erstellen

Der hier verwendete Windows Server 2025 ist kein Mitglied einer Domäne, ich verwende einen lokalen Benutzer.
Dazu rufe ich die

Computerverwaltung => System => Lokale Benutzer und Gruppen => Benutzer

auf und erstelle dort einen neuen Benutzer:


Übertreibt es nicht mit den Sonderzeichen. Das Passwort darf lang sein, Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen.
Bei den Sonderzeichen würde ich Dinge wie / \ & weglassen, die können in Skripten etc. immer Problematisch sein.


Freigabe erstellen

Ich erstelle einen Ordner am gewünschten Ziel und gebe diesen Frei:



Auf die Freigabe berechtige ich nur den zuvor erstellten Benutzer.
In den Sicherheitseinstellungen füge ich den Benutzer ebenfalls mit der Berechtigung Vollzugriff hinzu:




Firewall Regel überprüfen

Auf dem Windows Server öffnet die Windows Defender Firewall mit erweiterter Sicherheit:


Unter

Windows Defender Firewall mit erweiterter Sicherheit => Eingehende Regeln

muss entweder die folgende Regel aktiviert sein/werden:


Die findet ihr leichter wenn Ihr in der Spalte Lokaler Port auf 445 achtet.
Alternativ erstellt Ihr eine neue Firewall Regel nur für den Proxmox Backup Server PBS:





Hier fügen wir nun den Proxmox Backup Server PBS hinzu indem wir 1 Diese IP-Adressen: aktivieren und dann auf 2 auf Hinzufügen








Auf dem PBS einbinden

Die dafür notwendigen Linux-Pakete sind auf einem aktuellen PBS bereits installiert.
Konkret müsste man ansonsten per

apt install cifs-utils

diese nachinstallieren (Befehl schadet nicht wenn diese schon installiert sind)

Zuerst müssen wir ein Verzeichnis erstellen in welches wir die Freigabe mounten wollen:

mkdir -p /fileserver/proxmox

erstellt das Verzeichnis fileserver plus den Unterordner proxmox
Dann brauchen wir noch eine Datei in welcher wir die Zugangsdaten für die Freigabe ablegen (es ging auch als Parameter, aber so ist es in Summe doch einfacher).
Den Dateinamen passt Ihr euch an, nehmt für jeden Server eine eigene Datei:

nano /etc/samba/.smbcredsFILESERVER

In diese Datei fügen wir die 3 Zeilen ein:

username=proxmoxxx
password=dasgeheimePasswort
domain=FILESERVER

und im Anschluss

chmod 400 /etc/samba/.smbcredsFILESERVER

Die domain= ist bei lokalen Benutzern dann der Name des Windows Servers. In dem Fall könnte man die Zeile auch ganz weglassen.

Jetzt können wir Probeweise die Freigabe einmal mounten - um zu sehen ob es denn grundsätzlich klappt:

mount -t cifs -o rw,vers=3.1.1,uid=34,gid=34,credentials=/etc/samba/.smbcredsFILESERVER //192.168.128.2/proxmox$ /fileserver/proxmox

Wenn es KEINE Rückmeldung gibt, hat es geklappt! Die Parameter im Detail:

mount -t cifs                              : Mounte eine Freigabe vom Typ Cifs (aka SMB)
-o                                         : mit folgenden Optionen
rw                                         : Zum Lesen und Schreiben
vers=3.1.1                                 : Mit SMB-Version 3.1.1
uid=34,gid=34                              : Verwende bei der Benutzung den Benutzer mit der UID 34 und die Gruppe mit der GID 34.
credentials=/etc/samba/.smbcredsFILESERVER : Verwende diese Anmeldaten
//192.168.128.2/proxmox$                   : Pfad zur Freigabe, die IP ist der SERVER, proxmox$ ist der Name der Freigabe
/fileserver/proxmox                        : Mounte die Freigabe auf dieses Verzeichnis

Die uid=34,gid=34 ist der Benutzer und Gruppe backup den der PBS selbst intern nutzt,
vers=3.1.1 hängt von der Windows Version ab:

1.0    : Windows 2000
2.0    : Windows Vista, Windows Server 2008, Samba 3.5
2.1    : Windows 7, Windows Server 2008 R2
3.0    : Windows 8, Windows Server 2012, Samba 4.0
3.0.2  : Windows 8.1, Windows Server 2012 R2
3.1.1  : Windows 10, Windows Server 2016, Samba 4.3

In vielen Anleitungen wird 3.0 genommen, das sollte im Zweifel schon seit ein paar Jahren funktionieren.
Ansonsten probiert euch von der höchsten Version nach unten durch. Die Samba Version gilt z.B. für viele NAS Systeme
Ob der Mount geklappt hat, könnt Ihr zusätzlich auch mit

df -h

prüfen, Beispielausgabe:

Filesystem                Size  Used Avail Use% Mounted on
udev                      1.9G     0  1.9G   0% /dev
tmpfs                     392M  1.2M  391M   1% /run
/dev/mapper/pbs-root       28G  2.9G   23G  12% /
tmpfs                     2.0G     0  2.0G   0% /dev/shm
tmpfs                     5.0M     0  5.0M   0% /run/lock
//192.168.128.2/proxmox$  1.0T   42G  983G   5% /fileserver/proxmox
tmpfs                     392M     0  392M   0% /run/user/0


Hat der Mount geklappt, könnte Ihr testweise mal eine Datei dort eine Datei erstellen, oder wie ich einen Unterordner in den später die Backups sollen:

mkdir -p /fileserver/proxmox/meisenweg
ls -l /fileserver/proxmox

Beispielausgabe:

root@proxmoxbackup1:~# ll /fileserver/proxmox/
total 8.0K
drwxr-xr-x 2 backup backup 4.0K May 14 18:49  ./
drwxr-xr-x 3 root   root   4.0K May 14 18:48  ../
drwxr-xr-x 2 backup backup    0 May 14 18:45  meisenweg/

Wie Ihr seht, gehören die Dateien dem Benutzer Backup weil wir das beim Mounten so angegeben haben.

Ok, wir entfernen den Mount wieder:

umount /fileserver/proxmox

und sorgen jetzt dafür das dieser beim Systemstart ausgeführt wird:

nano /etc/fstab

und hängen unten die folgende Zeile an:

//192.168.128.2/proxmox$ /fileserver/proxmox cifs credentials=/etc/samba/.smbcredsFILESERVER,vers=3.1.1,uid=34,gid=34,defaults 0 0

speichern und

systemctl daemon-reload

damit er die Änderungen sofort beachtet und

mount -a

damit er diese Ausführt.
Als Ergebnis sollte wieder die Freigabe gemountet sein.

Jetzt können wir diese auf der Oberfläche einbinden:

Datastore => + Add Datastore

Bei Backing Path: der vollständige lokale Pfad, bei mir also

/fileserver/proxmox/meisenweg

Er richtet den Datenspeicher dann ein indem er einige Dateien darin erzeugt, nach einem Moment steht er zur Verfügung und kann genutzt werden.
Ein Reboot um zu prüfen ob er auch nach einem Neustart wie geplant zur Verfügung steht, schadet als Test nicht.


Quellen



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